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Der morgendliche Einstieg führt durch den märchenhaften Porzalenga Wald , er weckt sanft die schläfrigen Sinne. Aber wenig später sind dann bereits körperliche Kräfte gefragt; der Weg windet sich steil über den Bilkengrat hinauf. Aus der Vogelperspektive erscheint die Lindauer Hütte inmitten des grossen Waldes bald sehr klein.
Oben auf der Wasserscheide, der Schwarzen Scharte (2336 m) öffnet sich der Ausblick über den Tilisuna See, die weite, flache Tilisuna-Alpe und hinüber zur Sulzfluh (2818 m). Auf einem kurzen Abstieg entlang der östlich abfallenden Bergflanke erreichen wir die Tilisunahütte (2208 m).
Genusswandern ist auf dem Weg am Grubenpass (2241 m, mit Grenzerhütte) vorbei zum Plasseggenpass (2351 m) angesagt. Von der Wyssplate herunter säumen grelle Karrenfelder (Karst) die Strecke. Im Abstieg auf Schweizerseite queren wir zunächst eine weite, sanft abfallende und durch steile Bergflanken eingekesselte Steinwüste. Über die Steilstufe hinunter, gelangen wir nach Partnun (1801 m ) . Wie wär‘s da mit einem entspannenden Heublumenbad unter freiem Himmel?
Die Rätikontour Nord kommt damit zum Ende. Wer will, kann zum Ausklang optional eine stimmige Abschlussnacht anhängen. Der Abstieg nach St. Antönien erfolgt zu Fuss oder per Trottinett bis zur Postauto-Endstation St. Antönien-Rüti und von da mit Postauto und Bahn zurück zum Ausgangspunkt. |